Neues an der Offenen Uni

17. November 2009

Die Offene Uni ist am Abend dieses Dienstags um einige Veranstaltungen reicher geworden, die hier im Folgenden aufgelistet sind:

18 Nov 2009 – 20:00
Lesung: Mensch Engel
Forumsgebäude (HS13), Forum 7

19 Nov 2009 – 16:00
Humboldts Theorie des Menschen – Bildung als Entfremdung?
Forum 7  Hörsaal , Becherweg 4

19 Nov 2009 – 16:15
Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung
Philosophicum (Raum P106), Jakob-Welder-Weg 18

23 Nov 2009 – 20:00
Stop talking! Act now!
Philosophicum (Raum P208), Welderweg 18

Dies sind jedoch nur die jüngsten Neuzugänge; das jeweils aktuellste Programm findet sich natürlich wie immer unter http://www.offene-uni-mainz.de/programm

Workshop: Inhalte des Bildungsstreiks

16. November 2009

Im Atrium Maxium / Alte Mensa, Beginn 16 Uhr:

Oft heißt es, am Bildungsstreik und den jüngsten Besetzungen seien nur “linke Ideologen” beteiligt, die in einer eigenen Welt leben. Doch was sind tatsächlich die Ziele und Inhalte dieses Bildungsstreiks? In diesem Workshop geht es darum, verschiedene Schwerpunkte der aktuellen Proteste zu thematisieren, wie den Kampf gegen soziale Selektion im Bildungssystem, die verkorkste Bachelor-Master-Reform, die in vielen Studiengängen zu extremem Leistungsdruck führt, die Miese Betreuungssituation durch die Dozierenden, die allgemeine Unterfinanzierung des deutschen Bildungssystems oder das CHE-Hochschulranking und die Exzellenzinitiative, die eine zunehmende Verwertung und Kommerzialisierung von Bildung vorantreiben. Eingeladen dazu ist ausnahmslos jedeR, nicht nur BefürworterInnen, und nicht nur Studierende.

Mehr Infos zu dieser Veranstaltung gibt es auch im Programm der Offene Uni.

Bildungsstreikwoche beginnt!

16. November 2009

Die Bildungsstreikwoche beginnt! Eingeleitet mit der studentischen Vollversammlung am 16.11., 14 Uhr im Hörsaal 18 läuft sich ab jetzt der Bildungsstreik warm, der prall gefüllt ist mit einem abwechslungsreichen Streikprogramm: Im Laufe des weiteren Tages wird ein Workshop zu den Forderungen dieser Bildungsstreikrunde und ihren Adressaten im Atrium Maximum der Alten Mensa angeboten werden, danach findet ein Vortrag der Hochschulgruppe diskursiv aus der Vortragsreihe “Jedes Paradigma hat ein Ende – eine kritische Analyse des Kapitalismus” statt, gefolgt von dem Film “Kick it like Frankreich”, der die Studienproteste in Frankreich thematisiert.

Auch an den weiteren Tagen finden diejenigen, die im Rahmen des Bildungsstreiks ihre Vorlesungen und Seminare nicht besuchen werden, viele Veranstaltungen zur Teilnahme offen: Sei es die Demo am 17.11., die um 11h am Hauptbahnhof startet, eine große Liveschaltung vom SWR, bei dem sich alle, die frustriert sind von ihren Studienbedingung (egal ob Wohnsituation, Turbo-Press-und-Stopf-Bachelor oder JoGuStINe) auslassen können, ein Gespräch mit Unipräsident Herr Georg Krausch über die Forderungen des Bildungsstreiks oder die Offene Uni, die sowieso permanent an den verschiedensten Orten stattfindet.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine erfolgreiche Bildungsstreikwoche!

Offene Besetzung

11. November 2009

Noch vor der Offenen Uni hat nun eine Gruppe von ca. 60 Studierenden die Rechte Aula / Atrium Maximum in der alten Mensa besetzt. Der gewonnene Freiraum soll für eine intensive inhaltliche Diskussion über die aktuellen Probleme im Bildungsbereich genutzt werden, und den Forderungen, die schon diesen Sommer im Bildungsstreik gestellt wurden, Nachdruck verleihen. Die Besetzenden laden alle Studierende ein, an einem basisdemokratischen Diskurs teilzunehmen.

Offene Uni parallel zur Jobmesse

2. November 2009

Wie sich herausgestellt hat, findet die Offene Uni in ihren Kerntagen genau parallel zur diesjährigen Jobmesse statt: Dort wird Studierenden die Gelegenheit gegeben, sich frühzeitig ihren zukünftigen Arbeitgebern anzubiedern, um ihre Chancen im Überlebenskampf der Arbeitswelt zu erhöhen. Und der Wettbewerb ist hart: Um dies zu verdeutlichen, wird noch im Vorfeld der Messe durch Herr Krausch ein kleiner Kampf inszeniert, bei dem dazu gewillte Studierende – tatsächlich, alles freiwillig – sich im Bewerbungsschreiben-Ausfüllen messen, um damit ein “Einzelgespräch” bei einem Unternehmen zu ergattern.

Doch wollen wir das (insgeheim) nicht alle? Eigentlich schon, oder? Der Webseite des “Career-Center” der Uni kann man zumindest folgenden Satz entnehmen: “Jeder Studierende setzt sich früher oder später mit der Gestaltung seiner beruflichen Zukunft auseinander.” – folglich müsste die Jobmesse doch überquellen vor lauter produktionswilligem, zukünftigem Humankapital. Und möchten wir nicht alle im Turbo-Schnellverfahren (Zeit ist Geld!) den eigenen Lebenslauf optimieren?

Da man, auch seitens des Präsidiums, jedoch zu übersehen scheint, dass glücklicherweise noch nicht jeder Studierende sein Studium mit Hinblick auf seine “berufliche Zukunft”, sein “Portfolio” und seinen Marktwert ausrichtet, kommt es vielleicht sehr gelegen, dass gerade in diesem Zeitraum auch der Bildungsstreik und die Offene Uni stattfindet, um denjenigen, die an einer freien, tatsächlich individuellen, menschlichen, allgemeinen und sozialen Bildung interessiert sind, einen Kontrapunkt zum normalgewordenen Profilierungsdrang- und Zwang zu bieten.